Saloon steamer Berlin
Über die Saloon steamer Berlin
Über ein halbes Jahrhundert, zwei Weltkriege und einen Flaggenwechsel hinweg hielt sich dieser kleine Salondampfer aus Pommern. Gebaut für den Bäderverkehr zwischen Stettin und Swinemünde, gehörte er ab 1935 zur Flotte von J. F. Braeunlich und beendete seine Laufbahn nach 1945 als sowjetische Pestel auf dem Schwarzen Meer, wo er noch bis um 1960 fuhr.
Seinen dramatischsten Tag erlebte die Berlin im Sommer 1914. Weil das Ruder versagte, schoss sie nahe der Odermündung ungebremst in einen Schleppzug: Der Schlepper Ostsee wurde regelrecht zerschnitten, dann rammte der am Schlepptau hängende schwedische Frachter Porjus die Berlin am Bug, und sie sank mit dem Vorschiff ins flache Wasser. Das Schiff wurde gehoben und brachte nach dem Krieg wieder Badegäste an die Küste. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ Spuren, vom kurzen Dienst für die Kriegsmarine bis zu den letzten Kriegswochen, in denen die Berlin Flüchtlinge aus Ostpreußen rettete.
Technische Daten
- Im Dienst
- 1906 – ca. 1959
- (Stettin – Swinemünde)
- Verbleib
- An die UdSSR abgegeben
- (1946, umbenannt in Pestel)
- Länge (ü. a.)
- 56,2 m
- Breite
- 8,1 m
- Vermessung
- 503
- (BRT (bei Indienststellung))
- Höchstgeschw.
- 12,5 Knoten
- Kapazität
- 120 Passagiere
- (Deckpassagiere · zzgl. 22 Besatzung)