SS Prinzessin Victoria Luise
Über die SS Prinzessin Victoria Luise
Benannt nach Prinzessin Victoria Luise von Preußen, der Tochter des Kaisers, war die Prinzessin Victoria Luise eine kühne Idee von HAPAG-Direktor Albert Ballin: Statt einen Liner für Vergnügungsreisen umzurüsten, ließ er ein Schiff von Anfang an ausschließlich für Kreuzfahrten entwerfen. Sie gilt deshalb als das erste eigens gebaute Kreuzfahrtschiff der Welt. Blohm & Voss in Hamburg lieferte sie im Dezember 1900 ab.
Mit ihrem Klipperbug und den schlanken Linien glich sie eher einer großen Privatjacht als einem Linienschiff. Sie beförderte nur Gäste der ersten Klasse in rund 120 Kabinen und bot eine Bibliothek, einen Turnsaal und sogar eine Dunkelkammer für Hobbyfotografen. Ihre Reisen führten ins Mittelmeer, nach Norwegen, in die Ostsee und in die Karibik. Nach nur sechs Jahren endete ihre Laufbahn: Am 16. Dezember 1906 lief sie bei der Ansteuerung von Kingston auf Jamaika nach einem Navigationsfehler auf Felsen und war nicht mehr zu retten.
Technische Daten
- Im Dienst
- 1900 – 1906
- (erstes eigens gebautes Kreuzfahrtschiff)
- Verbleib
- Gestrandet
- (16. Dez. 1906, vor Jamaika)
- Länge (ü. a.)
- 124,2 m
- (407,5 ft (registriert))
- Breite
- 14,4 m
- (47,2 ft)
- Vermessung
- 4.409
- (BRT)
- Höchstgeschw.
- 16 Knoten
- Kapazität
- ≈ 200 Passagiere
- (120 Kabinen 1. Klasse)